Die amerikanische Dampfschifffahrt des 19. Jahrhunderts ist eng verbunden mit der bundesstaatlichen Konsolidierung der USA. Dazu gehören die Eroberung des „Wilden Westens“ und die Bildung der kanadisch- amerikanischen Grenze ebenso wie der amerikanische Bürgerkrieg. Und nicht zuletzt ist die amerikanische Dampfschifffahrt des 19. Jahrhunderts in vielerlei Hinsicht ein außerordentlich spannendes Kapitel der Wirtschafts-, Technik- und Militärgeschichte.
Die hier vorgestellte Auswahl der Rezensionen und Artikel zeigt die Komplexität des Themas auf, das um weitere Facetten und Beiträge erweitert werden wird. Die Artikel zur amerikanischen Dampfschifffahrt des 19 Jahrhunderts finden sie auch in meinem Buch Kulturgeschichtliche Aspekte zur DampfschifffahrtSteamboats on the Western Rivers – Rezension
Eine umfassende Geschichte der amerikanischen Flussdampfschifffahrt aus dem Jahre 1949 hat der amerikanische Verlag Dover Publications als leicht überarbeiteter Reprint im Jahr 1993 publiziert. Nach wie vor ein Standardwerk.
Wer kennt sie nicht, die legendären Mississippidampfer mit den palastartigen Aufbauten, die bei Mark Twain oder in Western über die Flüsse des ‚Wilden Westens’ gleiten. Aber wer weiß schon etwas über die Entstehung dieser merkwürdigen Flussdampfer und ihre Rolle bei der Entwicklung der amerikanischen Gesellschaft, Wirtschaft und Nation.
Steamboating on the upper Mississippi
Mit seinen Fakten und Geschichten zur Dampfschifffahrt auf dem oberen Mississippi beschreibt William J. Pettersen die spannende Geschichte der Eroberung des amerikanischen Westens im 19. Jahrhundert. Der Geschichtswissenschaftler und Dampfschiff-Fan, dessen Buch „Steamboating on the upper Mississippi“ 1937 erstmals erschienen und in leichter Überarbeitung 1995 von Dover Publication reprinted wurde, hat einen ganz persönlichen Bezug zu seinem Thema. Immerhin arbeitete sein Vater zwischen 1873 und 1911 als Agent der „Diamond Jo Line“, die mit ihren Dampfschiffen den oberen Mississippi bediente.
Reprint von Stanton’s American Steam Vessels
“Stanton’s American Steam Vessels” ist ein ungekürzter Nachdruck eines 1895 erschienenen Buches mit Abbildungen und Beschreibungen von rund 250 amerikanischen Fluss- und Küstendampfschiffen des 19. Jahrhunderts.
Die Bandbreite der amerikanischen Dampfschiffe in Konstruktion und Aussehen im Laufe des 19. Jahrhunderts ist enorm. Ob für den Einsatz zur See, an der Küste, auf den großen Seen, oder auf den verschiedenen Flusssystemen, jedes Einsatzgebiet hatte recht eigenständige und oft auch eigenwillige Schiffsentwicklungen zur Folge.
„Red Cloud“, von Händlern, Mounties und Mississippidampfern
Es ist ein spannendes Stück amerikanisch-kanadische Geschichte, die die Autorin des Buches „The Life and Times of the Steamboat ‚Red Cloud’ or How Merchants, Mounties and the Missouri Transformed the West“, Annalies Corbin vor dem Leser ausbreitet. Corbin ist Unterwasser-Archäologin an der ‚East Carolina University’ und hat mit dem vorliegenden Buch eine wissenschaftliche Publikation abgeliefert, die man aber – einmal in die Zeit der Eroberung des amerikanischen und kanadischen Westens eingetaucht – kaum mehr aus der Hand legen möchte. Das liegt natürlich auch daran, dass nahezu jeder die romantische Seite des ‚Wilden Westen’ kennt und deren Elemente und Klischees bei der Lektüre geradezu zwangsläufig vor dem inneren Auge des Lesers erscheinen.
SS Republic, ein Schaufelraddampfer im amerikanischen Bürgerkrieg
Eine bewegte Geschichte hat die SS Republic, deren Wrack 2003 vor der amerikanischen Küste gefunden wurde, vor und im amerikanischen Bürgerkrieg durchlebt. Als das amerikanische Meeresforschungsunternehmen Odyssey Marine Exploration 2003 die Überreste des Schaufelraddampfers SS Republic 100 Meilen vor der amerikanischen Küste entdeckte, da war es auch ein wirtschaftlicher Erfolg. Immerhin konnten nach Angabe des Unternehmens rund 51.000 Gold- und Silbermünzen im heutigen Wert von etwa 150 Millionen Dollar aus dem Wrack geborgen werden. Das Schiff ist aber vor allem auch durch seine wechselhafte Geschichte ein interessanter Zeitzeuge der maritimen Seite des amerikanischen Bürgerkrieges.
SS Republic - letzte Reise eines legendären Schaufelraddampfers
Als die SS Republic 1865 im Sturm sank, konnten sich fast alle Passagiere und Mannschaften retten. Ihnen verdanken wir das Wissen um den Ablauf des Unglücks
Es war der vierte Hurrikan, den der 1853 in Baltimore gebaute Schaufelraddampfer mit der bewegten Vergangenheit, SS Republic alias SS Tennessee alias USS Mobile Ende Oktober 1865 erlebte. Zunächst ahnte niemand, dass dies die letzte Reise des erst vor rund 17 Monaten vollkommen überholten Schiffes sein sollte.
SS Republic - der Fund eines rund 140 Jahre alten Schatzschiffes
2003 wurde der 1865 mit einem gewaltigen Münzschatz untergegangene Schaufelraddampfer SS Republic entdeckt und die Fundstelle archäologisch dokumentiert.
Als der amerikanische Schaufelraddampfer SS Republic 1865 auf dem Weg von New York nach New Orleans in einem Hurrikan versank, da nahm er auch einen Schatz von rund 51.000 Gold- und Silbermünzen aus dem amerikanischen Bürgerkrieg mit auf den Meeresboden. Kein Wunder, dass viel Geld und Technik in die Suche nach dem legendären Schiff gesteckt wurde, von dem man aufgrund der Umstände nur in Etwa wusste, wo es untergegangen war.
SS Republic – Münzen, Senf und Elixiere, Waren für die Südstaaten
Die Fracht der SS Republic zeigt den Bedarf an Gebrauchsgütern der nach dem Bürgerkrieg wirtschaftlich völlig zusammengebrochenen amerikanischen Südstaaten. Mit der Ladung des 1865 gesunkenen amerikanischen Schaufelraddampfers SS Republic, hatte sich auf dem Meeresboden eine Zeitkapsel erhalten, die – rund 140 Jahre später geborgen – einen tiefen Einblick in die Alltagsgeschichte der Südstaaten kurz nach dem Ende der Sezessionskriege bietet. Ziel des Fracht- und Passagierschiffes, das am 19. Oktober 1865 von New York in See stach, war New Orleans.
SS Republic 1865 – zwei Überlebende, die Geschichte schrieben
Nicols, Bürgerkriegsveteran von Gettysburg, und Sauvinet, der farbige Soldat und spätere Sheriff von New Orleans, überlebten den Untergang der SS Republic. Vor allem William T. Nichols verdanken wir die Kenntnis der dramatischen Ereignisse an Bord der SS Republic bei der Havarie während eines Hurrikans, die nach mehr als 12-stündigem Überlebenskampf zum Untergang des Schiffes am 25. Oktober 1865 führte.
Confederate Blockade Runner, eine Rezension
Der riskante aber lohnende Einsatz der Blockadebrecher war die wichtigste Nachschubader der Südstaatenarmee im Amerikanischen Sezessionskrieg von 1861 bis 1865.
Obwohl die wichtigste Nachschubader der konföderierten Armee im Amerikanischen Bürgerkrieg, fristet das Kapitel der Blockadebrecher vor dem Hintergrund der spektakulären Landschlachten oder Panzerschiff-Duelle zu Unrecht ein Schattendasein. Der Autor Angus Konstam stellt in seinem Osprey- Buch „Confederate Blockade Runner 1861-65“ die militär- wirtschafts- und schiffbaugeschichtliche Entwicklung der Blockadebrecher in den Mittelpunkt seiner Betrachtungen.
Confederate Raider 1861-65 – eine Rezension
Mit den Handelsstörern der konföderierten Navy im Amerikanischen Bürgerkrieg 1861-65 hatten die Südstaaten dem Kaperkrieg eine neue, strategische Dimension verliehen
Als sich die Südstaaten 1861 als Konföderation von der nordamerikanischen Union abgespalten hatten, war die neue konföderierte Regierung auf die folgenden militärischen Auseinandersetzungen nur schlecht vorbereitet. Und so war auch der Marineminister des Südstaatenbundes gleich mit mehreren Problemen konfrontiert.
Hampton Roads 1862 – das Duell der Panzerschiffe
Ron Field beleuchtet in seinem Buch „Confederate Ironclad vs Union Ironclad" die Hintergründe des Duells der Panzerschiffe USS Monitor und CSS Virginia im Jahre 1862.
Obwohl die ersten Panzerschiffe in Europa gebaut worden waren, hatte kaum ein Ereignis die Entwicklung des Seekrieges so verändert wie das Duell des konföderierten Kasemattpanzerschiffes „Virginia“ mit dem Turmpanzerschiff „Monitor“ der Nordstaaten im amerikanischen Bürgerkrieg. In der Osprey-Reihe „Duell“ beschreibt der Militärhistoriker Ron Field in seinem Buch „Confederate Ironclad vs Union Ironclad“ die Geschichte der amerikanischen Panzerschiffe bis zur Seeschlacht von Hampton Roads 1862, einer Wasserstraße zwischen der Chesapeake Bay und dem James River an der Küste Virginias.







